29. März 1983. Diva gehört mir - YIPEEEEEEEEH!

bis Juni 1992 - Stall Hubertushof, Kelz (bei Düren)

Juni 1992 - Oktober? 1992 - Stall Kieselstein, Düren

November? 1992 - Mai 1993 - Haltung in Eigenregie in Bessenich, Zülpich

Mai 1993 - ... 1995 - Weidehaltung (Sommer) und Offenstallhaltung (Winter) bei Sandra Louis und Jutta Josten im Kreis Euskirchen

Zeiträume muß ich erst nochmal genau recherchieren *grins* ... danach war ich noch in einem privaten Offenstall in Hürth-Gleuel hinter dem Stall Mühlenbeck, in einem kleinen Privatstall in der Nähe von Erftstadt Kierdorf (Nähe Barbarahof) und von März/April 1996 - Januar 1997 in einem privaten Offenstall an der Luxemburger Strasse zwischen Hürth-Efferen und Hürth-Keldenich oben auf dem Hügel (Sommerweiden waren in Bornheim). Ab Februar 1997 sind wir dann im Stall Klinkenberg gewesen.

September 1998. Diva lebt in einem Stall im Bergischen Land und fühlt sich in dieser Pferdeherde sichtlich wohl. Aufgrund ihres Alters läßt sie so manches gemütlicher angehen, ist aber, wenn es ums Fressen geht, immer eine der Ersten ;-). Sie lebte vorher zwar auch in einem Offenstall, war aber nur mit Kleinpferde bzw. Ponies zusammen - das hat ihr wohl nicht so gefallen.... und mit der Versorgung war es auch schlecht bestellt: die Ponies brauchten wenig Heu und Diva brauchte gerade bei tiefen Temperaturen viel Heu, um den Energieverbrauch auszugleichen. Deshalb bin ich ganz froh, daß ich in einem Stall gelandet bin, wo die Pferde individuell versorgt werden können.

Es ist ein Privatstall in der Nähe von Köln mit 12 Pferden, zu denen 9 Besitzer zählen (8 weibliche und 1 männlicher <grins>). Es gibt einen Reitplatz, der erst dieses Jahr vergrössert wurde, und ein herrliches Ausreitgelände! Unsere Stallgemeinschaft teilt sich abends den Stalldienst auf. Jeden Abend streuen 2 Leute die Boxen (nicht vergittert!) auf, verteilen Heu, holen die Pferde rein und füttern. Im Winter füttert der Landwirt morgens, gibt noch einmal Heu und läßt danach die Pferde auf die Winterweide. Nur Sonntags haben wir es so eingerichtet, daß der eine Teil des Stalldienstes morgens erscheint und das übernimmt, damit auch mal unser Stallbesitzer ein wenig Ruhe hat. Der Stalldienst ist auch dafür zuständig, daß der Stall abends verschlossen und ordentlich hinterlassen wird. Dazu gehört selbstverständlich auch das Kontrollieren der Pferde und das Fegen der Stallgasse (immer sehr beliebt <lach>).

Die Haltungsform unserer Pferde hängt von der Jahreszeit ab. Im Sommer sind sie sowohl tagsüber als auch nachts draussen und werden nur zum "Abendbrot" reingeholt. Von dem Gras, was heute auf unseren Wiesen wächst, kann meiner Meinung nach kein Pferd richtig mit Nährstoffen und Mineralien versorgt werden. Deshalb liegen auf unseren Wiesen Salzlecksteine aus und unsere Pferde erhalten eine individuell auf sie abgestimmte Zufütterung mit Mineralfutter. Pferde, die eine "Sonderbehandlung" brauchen, wie z. Bsp. Diva wegen ihres Alters, bekommen zur Zeit des Fellwechsels noch zusätzlich Leinsamen und das ganze Jahr über pelletierte Bierhefe und Ferment-Getreide. Was dem Pferd letztendlich gefüttert wird, bestimmt der Besitzer selbst, denn er ist auch für die Beschaffung und Finanzierung des Futters verantwortlich.

Im Winter kommen unsere Pferde um ca. 18.00 Uhr in die Boxen. Eigentlich stehen sie schon länger vorne am Zaun und wollen rein ... das frische Heu ruft und die Möhren duften mal wieder unwiderstehlich <g>. Aber wir bösen Menschen kennen kein Erbarmen und lassen unsere Pferde sogar im Winter raus ;-) Falls jemand jetzt empört aufschreien sollte, welch Tierquälerei es sei, diese ARMEN Pferde!... dann sag ich nur: kommt sie euch anschauen... im dicken Winterpelz, total vermatscht, mit einem fast glücklich grinsenden Gesichtsausdruck, mitten in der Herde, ab und  zu mal ohne Grund losrasend... ich glaube nicht, daß sie ihren täglichen Auslauf gegen eine warme "gemütliche" Box austauschen würden! Laßt euch eins gesagt sein: Nicht die Pferde müssen sich UNS anpassen.... im Gegenteil: WIR müssen uns den Pferden anpassen in Bezug auf Haltung, Verständigung und Verhalten. Und Pferde sind nun mal Lauf- und Herdentiere und haben ein Sozialverhalten. Bitte vermenschlicht euer Pferde nicht, sondern denkt wie sie und behandelt sie mit Respekt und Verständnis.

Die Stallmiete an sich enthält ausser der Boxenbenutzung noch die Verpflegung mit Heu und Stroh, die Reitplatzbenutzung, die Pflege der Weiden und des Platzes, die Stromversorgung der Weiden, den Wasserverbrauch, die Benutzung der Anlage und das Aufstellen eines Schrankes. Nicht nur Diva fühlt sich sehr wohl in der Herde, auch ich bin dort sehr glücklich. Es ist ein recht bunt-durcheinandergemischtes Volk, was dort rumläuft... von der Westernreiterin bis zur Reiterin der klassischen Sparte... vom Welsh Pony über ein Traber und Halb-Dülmener bis hin zum Quarter Horse... und trotzdem vertragen wir uns. Unglaublich, was? <smile> Ich denke, daß kommt daher, daß wir nur EIN Interesse haben: das Wohlergehen unserer Pferde und mit ihnen zu leben. Für uns sind die Pferde kein Sportgerät, daß Höchstleistungen erbringen muß, oder daß man nach Gebrauch in irgendeine Ecke stellt.

Ganz stolz sind wir auf unser Hufbadebecken, das gerade im Sommer von allen täglich genutzt wird. Der Stallbesitzer hat ein "Schwimmbecken" für die Hufe unserer Pferde gebaut und meiner Meinung nach hilft es sehr in trockenen Sommern, die Hufe geschmeidig und elastisch zu halten. Wir stellen unsere Pferde einfach hinein in das ca. 20 cm tiefe Wasser (das wir übrigens regelmäßig wechseln) und lassen sie dort bis zu 15 Minuten stehen. Danach wird der Kronrand ein wenig eingefettet und die Hufpflege ist erledigt. Fast alle unserer Pferde laufen barhuf, bis auf 2 Quarters, deren Hufqualität ein Laufen ohne Eisen wohl nicht zuläßt....

Jetzt ist es Anfang Januar und es ist gar nicht so kalt, wie ich gedacht hab. Zum einen ist es gut, weil der Reitplatz und die Wasserleitungen nicht tieffrieren, zum anderen ist es schlecht, weil es nächsten Sommer wieder Millionen von Kriebelmücken, Bremsen, Fliegen und andere lästige Zeitgenossen geben wird. Diva hat trotzdem ein recht dickes und langes Winterfell bekommen und sieht jeden Tag aus wie ein Schwein. Der Matsch auf ihr trocknet sehr schlecht und ich kann sie nur selten richtig putzen. Heute abend hab ich mal wieder so richtig losgelegt und sie auf Hochglanz gebracht. Leider hab ich nun eine Staublunge <röchel> und meine Stallklamotten sind reif für die Waschmaschine. Ich sehe sie schon morgen früh, wenn sie auf die Wiese rennt und als erstes sich wieder im tiefsten Matschloch wälzt und sich darin suhlt.

Viele, die mein Pferd jetzt sehen, erschrecken und sagen: Warum putzt du dein Pferd denn nicht, ist es nicht schrecklich dreckig? Fühlt es sich überhaupt wohl bei dem Dreck? Das sind meistens Pferdebesitzer, deren Pferde den ganzen lieben langen Tag in der Box stehen, womöglich eingedeckt, mit kurzen Fell, die natürlich piekfein und sauber aussehen, wenn mal Besuch kommt. Der Nachteil liegt auf der Hand... was machen die armen Pferde nur den ganzen Tag, eingesperrt hinter Gittern, ohne Beschäftigung, ohne Artgenossen und ohne Bewegung??? Man stelle sich nur sich selbst vor in einem kleinen schlechtgelüfteten Raum, in dem man gleichzeitig essen, trinken, schlafen, die Notdurft verrichten muß und das ohne einen anderen Menschen dabei. Ich kann nicht verstehen, wie manche Menschen ihre Pferde so halten können. Ein Pferd ist nicht nur ein Herdentier, daß seine Sozialkontakte braucht, sondern auch ein Lauftier, daß am liebsten den ganzen Tag herumwandert und von einer Stelle auf der Weide zur anderen geht. Nicht zu vergessen ist da der Fluchtinstinkt, der in der Boxenhaltung regelrecht unterdrückt wird. Und ein Pferd ist auch nicht zum verhätscheln da, es braucht bei 15°C einfach keine Winterdecke und es braucht erst recht keine dicke Matratzenstreu, in der sich die Bakterien wie wild vermehren, die nach Ammoniak stinkt und mieft.

Divas Box wird in Zusammenarbeit mit Heike jeden Tag gemistet und frisch eingestreut. Im Moment bekommt sie wieder angefeuchtetes Heu, weil sie eine Stauballergie entwickelt hat. Der Tierarzt meinte, das wäre in ihrem Alter von fast 25 Jahren gar nicht so selten. Wir geben ihr ein schleimlösendes Mittel und inhalieren 3x in der Woche mit Bronchoforton. Sie wird nur noch draussen geputzt, und kommt beim Einstreuen nicht in den Stall, weil es dann so staubt. Wir haben das schon im Sommer bemerkt, als sie des öfteren beim putzen oder beim wälzen gehustet hat. Ich lasse sie öfter durch den Tierarzt abhören, damit ich sicher gehe, daß sie nicht doch eine Erkältung hat. Im Moment bekommt sie auch mehr Kräuterfutter - St. Hippolyt - zur Stärkung der Abwehrkräfte und gegen die Einseitigkeit des Futterangebotes.

So.. mehr fällt mir im Augenblick nicht ein zu unserem Stall. Vielleicht werde ich wieder mal eines Abends dazu kommen und ein wenig mehr erzählen von unseren Pappenheimern ;-)

Januar 2000. Silvester 1999 bin ich mit Diva in einen Stall kurz hinter Köln-Meschenich umgezogen. Die Fahrerei war einfach zuviel und seitdem die Benzinpreise so gestiegen sind, auch kaum noch bezahlbar, allein eine Wegstrecke betrug 40km. 

Den nachfolgenden Absatz musste ich aufgrund einer drohenden Unterlassungsklage des Stallbesitzers durch seinen Rechtsanwalt vom 05. Mai 2003 komplett rauslöschen. Wer mehr dazu wissen möchte, kann mich gerne anmailen.

Hier nun also meine kleine Suchanzeige mit meinen Wünschen für Diva, ich weiß, daß das vielleicht illusionistisch klingt, aber man weiß ja nie...

Ruhige, umgängliche Pferdedame, 1,61m, 27 Jahre, fit, Herdenverband gewöhnt, wird nicht mehr geritten aufgrund Hufrollen-Befund (d.h. brauche weder Platz noch Halle), barfußgänger, sucht Einstellplatz mit sorgfältigen und verantwortungsbewußten Menschen, reichhaltigen Sommerweiden mit Unterstand und möglichst ohne Stacheldrahteinzäunung, tägliche Beifütterung mit von mir bereitgestellten Mineralfutter, im Winter täglich Ausgang auf möglichst matschfreien Auslauf/Paddock, misten der Box inklusive, gerne auch privater Offenstall, braucht aufgrund Heustauballergie nasses Heu oder Silage, Kraft- und Mineralfutter wird auf Wunsch selbst beschafft + geliefert, im Großraum Köln - Hürth - Frechen - Erftkreis, NICHT rechtsrheinisch und NICHT Eifel (zu weit weg), zahle ohne Futter 380,- DM und mit Futter (wenn ansprechend) 450,- DM

August 2000. Nachdem ich mehrere Ställe angeschaut hab, die aber leider alle etwas weit weg lagen oder nicht meinen Erwartungen entsprachen, rief mich eine Frau Müller an und erzählte von ihrem Stall. Ich versprach direkt am Abend vorbeizukommen. Der Stall liegt direkt am Burghof in Köln-Widdersdorf und ist sowohl von meinem Büro als auch von zu Hause sehr gut erreichbar und es ist nur 11 Kilometer Wegstrecke. Diva würde in einer Außenbox stehen ohne vergitterte Tür, so daß sie jederzeit in den Hof sehen kann. Insgesamt macht er einen sehr gepflegten und ordentlichen Eindruck. Die Weiden sind ohne Stacheldraht und die Pferde sind alle gut genährt. Diva würde dort Marstall Futter bekommen - sogar mit Mineralfutter. Die Box wird täglich eingestreut und mir wurde versprochen, daß Diva täglich auf die Weiden bzw. auf einen Paddock kommt. Sogar die Hufe werden vor dem Weidegang ausgekratzt, aber hauptsächlich, damit nicht der ganze Dreck im Hof rumliegt. Ich habe mich noch nicht so ganz entschlossen, aber bin mir ziemlich sicher, daß Divchen es da sehr gut haben würde. Es sind genügend Weiden vorhanden, zwar ohne Unterstand, aber dafür kommt sie abends ja wieder in die Box und hat dort ihre Ruhe. Mehr dazu nächsten Monat.

Ende August 2000. Ich bin mit Diva umgezogen zum Reitstall Burghof in Köln-Widdersdorf! Erster Eindruck: gut. Jetzt kann ich beruhigt 2 Wochen in Urlaub fahren.

September 2000. Diva ist - wie des öfteren - zum Liebling des Stalles mutiert. Sie haben sich sehr gut um sie gekümmert, als ich weg war. Sogar die Aktion mit dem Hufschmied hat geklappt und ich bin erfreut, wie schön er die Hufe geschnitten hat. Nicht, wie die meisten Hufschmiede, viel innen wegschneiden, sondern viel von der Sohle stehengelassen, wie ich es für Barhufgänger gerade richtig finde. [.....]

Juli 2002
Jawoll... schon WIEDER umgezogen.. mehr dazu später.. falls ich für solche Stories irgendwann noch Zeit haben sollte - und wenn nicht wieder eine Unterlassungsklage droht <g>. Jedenfalls sind wieder einmal Versprechungen nicht eingehalten worden und die Dienstleistungen, die am Anfang noch selbstverständlich waren, wurden mehr und mehr nachlässig behandelt. Diva steht jetzt bei Claudia in einem schönen artgerechten Offenstall in Hürth-Efferen, der direkt hinter dem Grüngürtel liegt, zusammen mit Brandy, einem jungen Shire-Horse, und Mithril, einem kleinen Pony.

Januar 2003
Und diesmal schon nach einem halben Jahr: WIEDER umziehen (wie mich das ALLES ankotzt!!!) - diesmal bin ich aber nicht freiwillig gegangen, sondern bin hochkant rausgeflogen!! <g> Diva steht nun nach längerer Suche in einem Laufstall mit Paddockausgang und Weidegang im Sommer. Leider habe ich nichts besseres gefunden. Ich habe aber das Gefühl, es geht ihr dort gut und die Menschen kümmern sich vorbildlich um sie. Leider ist es eine ganz schön weite Strecke zu fahren, ca. 34km über die Autobahn und 31km über Landstrasse. Aber was tut man nicht alles für's Pferd.. ich hoffe, Diva muß nun nicht mehr umziehen..

August 2004
Seit Mitte Juli bekommt Diva Tropfen für's Herz (Crataegutt®, rein pflanzlich ohne Alkohol, Wirkstoff: Weißdornblätter - mit - Blütentrockenextrakt), weil sie bei drückenden bzw. wechselnden Wetter diverse Flüssigkeitsansammlungen unter dem Bauch hatte. Wetterschwankungen verträgt sie gar nicht gut, sie steht dann nur noch apathisch herum und wartet darauf, dass es sich abkühlt. Seit Verabreichung der Tropfen sind die Beulen aber zum Glück nicht wieder aufgetaucht.
Geritten habe ich sie seit einigen Monaten nicht mehr, ich will es ihr einfach nicht mehr zumuten, erst recht nicht bei DEM Wetter. Ansonsten hat sie sich vor einigen Wochen eine langwierige Beinverletzung innen am Hinterbein in Höhe des Sprunggelenkes zugezogen - woher wissen wir bis heute nicht -, die leider sehr tief war und schlecht geheilt ist. Erst nach tierärztlicher Gabe von Antibiotika und Salbe/Spray ist sie nach und nach zugeheilt. Für zweimalige Wundversorgung plus Spritzen waren dann knapp 130 Euro fällig.. urghs. Die TAe nehmen es auch von den Lebenden... Ich sag sonst immer: Hauptsache, dem Pferd geht es wieder gut, aber in den letzten Jahren hab ich mehr und mehr das Gefühl, als besorgter Tierbesitzer abgezockt zu werden.
Ansonsten finde ich, dass sie sich für ihr Alter immer noch recht wacker schlägt und auch noch gut aussieht.

Dezember 2004
Der komplette Stall ist umgezogen, weil ein neuer Hof angepachtet wurde. Er liegt nur noch 18km von meinem Wohnort entfernt in Konradsheim (bei Erftstadt-Lechenich) und ist wirklich ideal für Pferdehaltung. Auch für die Hunde, Katzen, Ziegen, Kaninchen und Kinder ist jetzt mehr Platz da. Leider sind die Wiesen teilweise sehr weit entfernt vom Stall und als Reitplatz dient eine unbenutzte Wiese.

28. August 2005
Diva mußte aufgrund einer Lungenembolie eingeschläfert werden. Sie lag - keiner weiß, wie lange ingesamt - auf der Weide, die vom Haus aus nicht einsehbar war. Dadurch hat es keiner vorher bemerkt. Sie konnte sich noch von der Weide zum Stall schleppen und wurde dort vom TA erlöst. Leider habe ich es nicht mehr geschafft, mich von ihr zu verabschieden. Als ich im Stall ankam, war alles schon vorbei...